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Neuer Lehrgang in USA: Stephan Kiesewetter packt die Koffer

Von Buffalo bis nach Kalifornien geht die Lehrgangs-Tour des früheren stv. Leiters der deutschen Reitschule in Warendorf, heute Ausbildungs- und Verkaufsleiter auf der Wintermühle. Dabei bringt Kiesewetter seinen langjährigen amerikanischen Bekannten und Freunden nicht nur deutsches Know-How mit, sondern auch deutsche Spitzenpferde.

Wintermühle, Neu-Anspach (es). – Buffalo/New York, Memphis/Tennessee, Orange County und Santa Rosa in Kalifornien – Namen, die Fernweh und Träume wecken, eine unvergessliche Reise versprechen. Doch für Stephan Kiesewetter bedeutet dieser vierzehntägige USA-Aufenthalt vom 9. bis 23. Februar keineswegs eine Vergnügungsreise sondern harte Arbeit. Er wird bereits sehnsüchtig erwartet: Zum einen, von denen, die sich an einem dieser Orte für einen Lehrgang bei ihm angemeldet haben, zum anderen von drei Damen, denen er ihre neuen Pferde mitbringt.

Schon im Sommer kaufte Beatrice Marineau den dreizehnjährigen „Rêve de Neige“ mit Grand-Prix-Erfahrung und den zehnjährigen „Quirinius“ mit Erfahrung in der Inter 1 und bereits auf dem Weg zum Grand Prix. Beide Rappen sind Oldenburger-Wallache von „Rosenzauber“ und „Quando Qando“.

Auf „Fläming“, einen neujährigen braunen Sachsen-Wallach von „Festival Westfalia“, der ebenfalls bis Grand-Prix ausgebildet ist, wartet Yurie Pascarelli. Und „last but not least“ freut sich Christine Sosko auf ihr selbst gekauftes Weihnachtsgeschenk, den siebenjährigen dunkelbraunen Westfalen-Wallach „Donut“ von „Don Bedo“. Christine Sosko besuchte einen Tag vor Heiligabend die Wintermühle in Neu Anspach und suchte sich dort ihr neues Traumpferd für M bis S-Turniere aus.

„Da die Pferde einen anstrengenden Transport und die Quarantäne-Zeit hinter sich haben, werde ich, da ich sie alle gut kenne, zunächst zwei bis drei Tage reiten, um sie langsam wieder einzugewöhnen“, berichtet Kiesewetter. „Danach nehmen die drei Reiterinnen mit ihren neuen Pferden an meinem Lehrgang teil. Das hat den Vorteil, dass sich die neuen Paare in Ruhe aneinander gewöhnen können und, falls Schwierigkeiten auftreten, kann ich vor Ort helfen, sie zu beheben.“ In den USA sei es nicht so einfach, Reit-Unterricht zu nehmen, wie in Deutschland, erzählt Kiesewetter, der regelmäßig Lehrgänge dort abhält. Oft müssten Reiter und Pferde stundenlang fahren, um nur eine Stunde zu erhalten. Deshalb erfolge die Ausbildung von Pferd und Reiter in den USA auch weniger systematisch als in Deutschland. Zwar stehe er in regelmäßigem Telefon-Kontakt mit seinen Kurs-Teilnehmern – manche Probleme könne man auch so besprechen und lösen. „Doch besser für alle Beteiligten ist es natürlich, wenn der Trainer – gerade wenn ein neues Dressur-Team erfolgreich zusammen wachsen soll – vor Ort ist. Deshalb haben Beatrice, Yurie und Christine auch mit dem Transport ihrer Pferde zunächst noch gewartet“, meint der frühere stv. Leiter der deutschen Reitschule in Warendorf. 



© www.pferdehandel.de   Mittwoch, 20. Januar 2010 08:06 Wintermuehle

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