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Dressurpferde – was ein Dressurpferd lernen muss

Kein Pferd wird als Dressurpferd geboren – es wird dazu ausgebildet. Natürlich eignet sich nicht jedes Pferd zur Ausbildung als Dressurpferd bis in hohe Klassen. Über die Eignung eines Pferdes zum Dressurpferd entscheiden u.a. sein Körperbau, seine natürlichen Grundgangarten und – nicht zuletzt – auch seine Ausstrahlung.

Sinn und Zweck der Dressur-Reiterei ist es, ein Pferd durch gezielte Gymnastizierung elastisch und gesund zu erhalten. Egal, ob Dressurpferd, Springpferd oder Freizeitpferd – soll ein Pferd seine höchste Leistungsfähigkeit entfalten, muss es lernen, durch gezielte Gymnastizierung unter dem Reiter sein Gleichgewicht zu finden. Andernfalls drohen, vor allem dem Dressurpferd, ähnlich wie auch menschlichen HochSportlern, Abnutzungserscheinungen durch einseitige Belastung.

Nicht nur für die Ausbildung von Dressurpferden, auch für die aller anderen Pferde, gilt noch heute das Motto von Gustav Steinbrecht: „Reite Dein Pferd vorwärts und richte es gerade“. Grundlage der dressurmäßigen Ausbildung bzw. Gymnastizierung ist heute die Skala der Ausbildung. Ihre Ausbildungs-Ziele sind aufeinander aufgebaut:

Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Schwung, Geraderichtung, Versammlung.
Jeweils ein Baustein dieser Skala ist Voraussetzung für den nächsten. Im Einzelnen dienen sie zunächst der Gewöhnung des jungen Pferdes an den Reiter. Später dann der Entwicklung gleichmäßiger Schubkraft aus der Hinterhand und schließlich dem Umsetzen der Schubkraft in Tragkraft. Ein Dressurpferd, das entsprechend dieser Skala ausgebildet und gearbeitet wird, befolgt durchlässig die Hilfen des Reiters, ohne einzelne Körperpartien zu überlasten.

Punkt fünf der Ausbildungsskala, die geraderichtende Arbeit bewirkt, dass das Dressurpferd auf gerader und gebogener Linie alle Beine gleichmäßig belastet – sowohl beim Verstärken als auch beim Versammeln.

Das geradegerichtete Dressurpferd wird sich nicht durch seitliches Ausweichen, ungleiche Anlehnung und einseitiges vermehrtes Gewichtaufnehmen der zur Versammlung notwendigen Durchlässigkeit entziehen. – Und schwere Dressurprüfungen erfordern ein höchstes Maß an Versammlung.e/s

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© www.pferdehandel.de   Freitag, 29. Januar 2010 08:00 Wintermuehle

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